TUSCH 2004/05



Tusch

Seit Jahren gibt es an unserer Schule  eine Vielzahl von Aktivitäten im Rahmen der musischen Fächer.

Neben regelmäßig stattfindenden Musikabenden, bei denen von Rock bis Klassik alles zu hören ist, Auftritten der HWO- Big-Band, der "Blue Horns", den Theater-Aufführungen der Oberstufenkurse des Darstellenden Spiels, der häufigen Teilnahme am Arbeitstreffen Schultheater  u.v.a.m. beteiligt sich die HWO seit einigen Jahren an dem Projekt Theater und Schule, kurz genannt TUSCH.

In einer dauerhaften Kooperation zwischen der Vaganten-Bühne und unserer Schule erhalten Schülerinnen und Schüler einen intensiven Einblick in den Theaterbetrieb. Vielfältige Angebote können von ihnen genutzt werden. Vor- und Nachbesprechungen mit Schauspielern und Regisseuren, Einblicke auch  hinter die Kulissen, Besuche von Proben und Voraufführungen, Gespräche mit Schauspielern in unserer Schule sind nur einige der Möglichkeiten, die den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehen und rege genutzt werden.

Ferner beteiligten sich die Schüler mit einer eigenen Produktion an den TUSCH-Theatertagen (s.u.) und  nahmen an etlichen Sonderprojekten teil. Werkstätten, die die Berliner Bühnen zu verschiedenen Themenbereichen wie Theaterfotografie und Theaterkritik (Deutsches Theater), Beleuchtungs- und Tontechnik (Volksbühne), Musical (Theater des Westens) usw. anboten, wurden von unseren Schülern wahrgenommen. Einer der Höhepunkte war sicherlich ein Workshop zum Thema Tanztheater bei Sasha Waltz in der Schaubühne.

Noch immer gilt:

Die ganze Welt ist Bühne,
Und alle Frauen und Männer bloße Spieler.

(Shakespeare, Wie es euch gefällt)




Trau Dich !

Seit vielen Jahren gibt es bemerkenswerte Aufführungen und Theaterprojekte an der HWO. Ein Auszug aus dem Spielplan mag dies verdeutlichen .

Neben den Kursen in der Oberstufe, in denen man spätestens nach vier Semestern eine Aufführung auf die Bühne bringt, gibt es seit einiger Zeit eine Theater-AG in der Mittelstufe. Wegen des wachsenden Interesses jüngerer Schüler versuchen wir, eine zweite AG aufzubauen.

Erfahrungsberichte von SchülerInnen des 4. Semesters




Theateraufführungen an der HWO

„Die ganze Welt ist eine Bühne und Frau’n und Männer bloße Spieler.“
(William Shakespeare „Wie es euch gefällt“)


Partnerschaft Vaganten-Bühne-Hildegard-Wegscheider-Oberschule

TUSCH 2004


 

Ein neues Jahr ein neues Spiel ein neues Glück unsere Zusammenarbeit mit der Vaganten-Bühne war spannend und inspirierend!
Eine Vielzahl neuer Projekte kennzeichnete die Partnerschaft.

Weiterhin ein "Renner" war der Besuch der Aufführung von "Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)". Schüler und Lehrer amüsierten sich über die originelle Umsetzung und die dynamische Spielweise.

Eine interessante Erfahrung für Schüler und Lehrer, wenn auch auf andere Weise, war der Besuch der Aufführung der Antigone mit anschließendem Gespräch mit den Schauspielern.

Ein Höhepunkt dürfte auch in diesem Jahr der Besuch einer Vorstellung im Rahmen des Impro-Festivals gewesen sein. Als Freiwillige gesucht wurden, um in der Pause ein Bühnenbild zu erstellen, fanden sich zwei Schüler sofort bereit und entwarfen mit wenigen Kulissenteilen ein interessantes Bild, das durch mehrere Schulbänke und ein Toilettenbecken die Schauspieler zu umwerfenden Improvisationen herausforderte.
 
Ein besonderer Höhepunkt der Zusammenarbeit war sicherlich die Teilnahme an den TUSCH-Tagen mit einer eigenen Produktion, ausgehend von dem Theaterstück von Kenneth Lonergan This is our Youth.

Der Rückblick auf die erste Bühnenarbeit mit dem DS-Kurs gestaltete sich aus der Sicht der Schüler folgendermaßen:

Im ersten Semester unseres Kurses haben wir das Stück This is our Youth in der Vaganten-Bühne angeschaut und uns mit der inhaltlichen Problematik und der Inszenierung befasst. Einen besonderen Schwerpunkt legten wir dabei auf Fragen des Status.
Aus praktischen Übungen und Improvisationen heraus entstand schließlich eine Collage von Szenen, der Auszüge aus dem Originaltext als Grundlage dienten. Diese Auszüge wurden von uns teils originalgetreu, teils in Sinn und Aussage verändert, inszeniert. Wir beschlossen dann, unsere Szenen in  einen Zusammenhang zu bringen und bei den TUSCH-Tagen zu präsentieren. Hierfür entwarfen wir noch zwei Rahmenszenen, um die Sache rund zu machen, wobei diese eher abstrakt gehalten sind. Nach mehreren Intensiv- und Einzelproben ist eine Szenenfolge herausgekommen und wir waren zur die Aufführung bereit. Einen Tag vor der Premiere hatten wir noch eine Probe auf der TUSCH-Bühne in der Pumpe, um die Lichteinstellung zu machen und uns an die Größe der Bühne zu gewöhnen.
Am Tag der Aufführung waren wir alle ziemlich aufgeregt,  schließlich war es für manche von uns das erste Mal, dass sie auf einer Bühne vor fremdem Publikum spielten. Wir hatten besonders Bedenken, ob man uns überhaupt verstehen würde, da die richtige Lautstärke beim Sprechen noch unser größtes Problem war. In Wirklichkeit war jedoch, wie sich am Aufführungstag herausstellte, das Publikum das größere Problem: Es waren viele junge Jugendliche  anwesend, die teilweise Probleme hatten, sich auf die Aufführungen zu konzentrieren. Doch während wir spielten, waren sie dann doch erstaunlich ruhig und wir fühlten uns kaum gestört. Als wir unsere Aufführung hinter uns hatten, waren wir erst einmal erleichtert.
Wir stellten aber auch fest, dass es eine sehr gute Erfahrung war, und zwar in vielerlei Hinsicht, beispielsweise in Bezug auf den Teamgeist. Wir hatten etwas auf die Beine gestellt, obwohl wir uns noch nicht lange kannten. Aber auch das Verkörpern einer anderen Person auf der Bühne war sicherlich ein interessantes Erlebnis. Dazu kommt, dass das Stück bzw. der Titel sich auch auf uns bezieht, denn wir sind ja die Jugend, somit konnten wir die angesprochenen Probleme teilweise gut nachvollziehen.
Ein paar Wochen nach unserer Aufführung kamen die Schauspieler der Vagantenbühne, die in dem Stück This is our youth spielen,  zum Gespräch zu uns. Dieses Treffen war sehr interessant, denn wir konnten viele Fragen zum Beruf und zur Ausbildung eines Schauspielers stellen. Die Schauspieler haben uns erzählt, wie ihre persönlichen Erfahrungen waren und wie speziell die Arbeit zu diesem Stück aussah. Außerdem zeigten wir ihnen unser Stück und sprachen mit ihnen darüber, wobei sie uns dann mehr Fragen stellten. Es war ein interessanter Austausch und schön war auch, dass wir uns duzten,  da die Schauspieler ja nicht viel älter sind als wir.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass uns die Arbeit auf der Bühne viel Spaß gemacht hat.




Der Kurs  ds-2 der Hildegard-Wegscheider-Oberschule

Und auch das neue Jahr verspricht viel Interessantes. Ein neuer Ds-Kurs plant eine erneute Teilnahme an den TUSCH-Tagen mit einer Adaption des provokanten Stücks von M. Kaufmann "Das Laramie-Pojekt". Welche Ideen umgesetzt werden, wird die Zukunft zeigen
die Arbeit geht weiter.