Also nicht länger fragen, sondern kommen! In unserer Schule gibt
es viele Freizeitangebote, Theateraufführungen und eine Schülerzeitung.
Unter anderem gibt es eine Baseball AG, einen Chor, eine Ruder und Koch
AG.
Wir haben eine SV (Schüler- Vertretung) und, zur Zeit, vier Schulsprecher.
In der nächsten Wahl können alle antreten, Fünftklässler
bis Abiturient und es gibt eine demokratische Wahl. Alle Schüler sind
aufgefordert, abzustimmen.
Wir haben einen großen Pausenhof mit Tischtennisplatten,
einem Pavillon, einer fast fertigen, von Bäumen umgebenen Terrasse,
wo man sich gut unterhalten kann und einem grünem Klassenzimmer, in
dem man im Sommer Unterricht haben kann. Diese Bauten wurden bis auf die
Tischtennisplatten, die aber von unserem Förderverein finanziert wurden,
von Schülern und unserem Kunstlehrer, Herrn Osenberg, geplant und
errichtet. Auch jüngere Schüler dürfen helfen.
In unserer Schule gibt es eine große Turnhalle, eine kleinere
Gymnastikhalle und einen Sportplatz. Außerdem gibt es auf dem Hof
einen Basketballplatz und Tore, die für die fünfzehnminütigen
Pausen gut sind.
Die Hildegard- Wegscheider- Oberschule stand schon mehrmals in der
Zeitung, weil Michail Gorbatschow und Wangari Maathai, eine afrikanische
Friedensnobelpreisträgerin, zu uns in die Schule kamen und Schülerfragen
beantworteten.
Jedes Jahr gibt es den Index, ein Schülerbuch mit Fotos
der Schüler. Auch ein Schul-T-Shirt mit dem Logo der HWO steht zum
Verkauf aus.
Als Schnellläufer fragt man sich am Anfang, ob man überhaupt
mit dem Unterricht mitkommt, aber man lebt sich schnell ein und findet
viele Freunde. Und außerdem sind da noch die vielen Klassenfahrten
und Wandertage. Meine Klasse fuhr zum Beispiel für einige Tage nach
Usedom. Dort verbrachten wir viele sonnige Strandtage und machten Ausflüge
in die Umgebung und nach Polen. Auf den Wandertagen gehen wir im Winter
ins Theater. Im Sommer machen wir Ausflüge in die Umgebung, die meistens
mit baden verbunden sind. Auch spendeten wir Geld durch Waffelverkäufe
an die Opfer der Flutkatastrophe. Meine Klasse hat sogar eine ganze Aufführung
auf die Beine gestellt, wodurch wir 300 Euro eingesammelt haben.
Was sind überhaupt Schnellläufer? Als Solcher überspringt
man die achte Klasse und der Unterricht wird deshalb etwas schneller. Trotzdem
keine Angst! Man findet seinen Rhythmus.
Also kommt mal in die HWO.
Als ich neu an unsere Schule kam, dachte ich als erstes:
Die Lehrer sind ja fast so alt wie unsere Schule, also 95 Jahre; aber erstens
stimmt das nicht und zweites wäre das vermutlich auch nicht schlimm!
Schule, also Schulhof und Gebäude, sind zwar riesig und man verläuft
sich vielleicht in den ersten Tagen, aber sie ist dennoch super. Aber:
als
Schnellläufer an der HWO, fragen sich jetzt vielleicht einige, war
das so gut?
Ich weiß heute: Nein, es war nicht nur eine gute, sondern eine
Super-Spitzen-Entscheidung! Es ist sicher gelegentlich etwas stressig,
aber an den Druck gewöhnt man sich recht bald, vor allem mit Hilfe
ausgerechnet der älteren Lehrer.
Manchmal machen wir neben dem Unterricht auch noch andere Sachen, wie
z. B. unsere Projekttage, die Klassenfahrten und die Wandertage. Das ist
dann richtig lustig.
Der eine oder die andere von uns vergisst sicher mal die Hausaufgaben.
Dafür gibt es auf unserer Schule entsprechende, manchem streng erscheinende
Regeln . Wer also lieber schlust, herumlümmelt und trotzdem gute
Noten haben möchte, für den ist es bei uns nichts; wer jedoch
sich anzustrengen bereit ist und lernt, der ist bei uns bestens aufgehoben.
Über die Schule erfahren wir in unserem HWO- Telegramm und der
Schülerzeitung Wilde Hilde all das, was wir wissen wollen - und
manchmal noch ein bisschen mehr.
Wenn man unseren Schulhof betritt denkt man vielleicht: ist der klein,
aber wenn man weiter geht sieht man: Er ist riesig!
Nach zwei Jahren weiß ich: Schnelläufer an der HWO für
mich die richtige Entscheidung.
Yildiz M., 6 x 1