Kino macht Schule…

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9A, 9B und 9XN sehen am Montag, den 17. September 2018 im filmkunst 66 den Film „Styx“ – ein packendes Drama um eine mutige junge Frau, die auf hoher See einem havarierten Flüchtlings­boot begegnet und in ein extremes moralisches Dilemma gerät. Begleitet wird die Exkursion im Rahmen des Ethikunterrichtes von Frau Kunz und Frau Esders.

Der Tagesspiegel berichtete nach der Premiere des Filmes auf der 68. Berlinale:

„[…] Kontrolle und Moral, sie sind dem Mitteleuropäer ein hohes Gut. Eine Frau wie Rieke, Notärztin aus Köln, will das Richtige tun. Selbstbestimmt sein, einen erfüllenden Beruf haben, einen heraus­for­dern­des Hobby ausüben, im Urlaub auf eine ökologisch korrekte, sportliche Bildungsreise gehen. […] Von Gibraltar aus sticht Rieke mit einem Zwölf-Meter-Boot in See. […] Was auf die nur vom Geräusch von Wind und Wellen erfüllte Schweigeetüde folgt, ist ein schreiendes moralisches Dilemma. Am Horizont düm­pelt ein überladenes, wrackes Flüchtlings­boot. Rieke ist Ärztin, sie will und muss helfen, aber sie will auch überleben. Und so viele Men­schen passen unmöglich aufs Boot. Der über Bord gesprungene Junge (Gedion Oduor Wekesa), den sie mühsam aus dem Wasser fischt, ist Zeuge, wie sie verzweifelt um Hilfe funkt – und weder Küstenwache noch Handelsschiffe reagieren. Obwohl sie zur Rettung Schiffbrüchiger verpflich­tet sind. […] Das amoralische Meer hat sich seit Beginn der Flüchtlingskatastrophe längst in den der griechi­schen Mythologie entlehnten Unterweltsfluss Styx verkehrt, der die Lebenden von den Toten trennt. Diese tragische Verheerungen gewissermaßen in den von Wind, Salz und Erschüt­terung geröte­ten Augen einer sachlichen deutschen Ärztin gespiegelt zu sehen, ist eine formal wie inhaltlich überaus beeindruckende Idee. Gerade auch in ihrer Körperlichkeit. Leicht auszuhalten jedoch ist sie nicht.“

Quelle: https://www.tagesspiegel.de/kultur/berlinale-2018-styx-im-panorama-styx/20978002.html